Lady



Das Leben ist eine Komödie für
den Denkenden und eine

Tragödie für die, welche fühlen.

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Ich habe diesen Blog erstellt um einerseits mich selber zu Motivieren, andererseits um vllt. die ein, oder andere Person zu finden mit der ich mich austauschen kann, die versteht, was es heißt so zu sein wie ich.

Natürlich muss ich da zunächst die Frage beantworten, was so besonders an mir ist. Bei myBlog gibt es unendlich viele Blogs, die sich mit Magersucht beschäftigen, teils sind diese Mädls wirklich daran erkrankt, teils sind es auch nur Versuche Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch immer wieder geht es nur um das Essen, bzw. nicht-essen.

Mein Fall liegt da anders, mir wird der Stempel Adipositas aufgedrückt. "Was ist das?" werden sich sicherlich viele Fragen, auch wenn so viele Menschen daran leiden, keiner will es wirklich zur Sprache bringen.

Über Adipositas schreibt die liebe Tante Wiki:


Bei der Adipositas (lat. adeps = fett) bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas (selten Obesität; im engl. aber fast nur „obesity“ ) handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist. Eine Adipositas liegt, nach WHO-Definition, ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m² vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden, zu deren Abgrenzung ebenfalls der BMI herangezogen wird. Indikatoren für den Anteil von Körperfett und dessen Verteilung sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis.


 
Als ich das erste Mal das Wort "Adipositas" gehört habe, habe ich fast geheult, denn ich war nicht mehr nur dick, sondern galt als krank psychisch krank. Eine Tatsache, die ich nie akzeptieren wollte und auch wenn ich jetzt nach Jahren endlich in der Lage bin über mich zu sagen, dass ich adipös bin, so will ich nicht einsehen, dass ich eine psychische Störung habe. Sicherlich gibt es einige Übergewichtige, bei denen diese Fresssucht durch ein besonderes Ereignis begann und nur mit Hilfe eines Therapeuten geholfen werden kann, aber mir würde dies nichts bringen. Ich bin schon seit immer Übergewichtig, habe eine Abspeckkur hinter mir, damals wog ich 124,5 kg in der 8. Klasse. Hat sogar was gebracht, war runter bis auf 109 kg, doch dann habe ich wieder normal gegessen und mit dem Sport aufgehört, nach 2 Jahren hatte ich wieder ca. 120 kg.

Ich wollte zwar Normalgewicht haben, aber es stand nicht an erster Stelle und dazu kam, dass ich ein sehr positives Umfeld habe/hatte, wodurch ich von außen keinen Druck hatte abzunehmen. Natürlich, wenn ich irendwo alleine lief, kamen schon so dummen Sprüche wie "Deutsche Panzer rollen wieder" (im übrigen der dümmste, den es gibt), allerdings achte ich nicht auf sowas, das ist mir egal und da ich in meinem Freundeskreis keine Probleme habe, war es mir nicht wichtig abzunehmen, wäre vllt. anders gewesen, wenn ich niemanden gehabt hätte.

Hin und wieder habe ich dann doch wieder nachgedacht, ob ich nicht doch versuchen sollte etwas an meinem Gewicht zu verändern, doch die meisten Versuche waren halbherzig und hatten dementsprechend wenig Erfolg. Als ich dann um Weihnachten des Jahres 2007 herum nach einer kleinen Ewigkeit auf die Waage stieg, zeigte diese mir an, dass ich die 130 geknackt hatte, was ein kleiner ziemlicher Schock für mich war. Allerdings fragte ich mich woran das wirklich lag, da ich rein von der Essensmenge nicht übertrieben fraß, ok, hin und wieder ein paar Sünden, aber welcher Normalgewichtiger macht das nicht?

Ich war mit ein paar Freunden im Sommer 07 eine Woche im Urlaub und konnte dort deren Essverhalten beobachten und mich wunderte, dass eine Freundin weniger aß als ich, dafür die andere umso mehr reinhaute, sodass ich mit der Menge in der Mitte lag, nur die zwei waren Normalgewichtig, ich nicht.

Ein Grund für meine Zunahme war sicherlich, dass ich ein absoluter Sportmuffel bin, klar, ich muss auch ein paar Kilo mehr durch die Gegend schleppen, als andere. Doch das allein konnte nicht der Grund sein und so überlegte ich einige Zeit, was bei mir falsch lief.

Anfang Jannuar 08 hatte ich dann vorm Einschlafen einen Einfall, den ich gleich den nächsten Tag umsetzten wollte. Mir wurde bewusst, dass mein Übergewicht unter anderem daran liegen könnte, dass mein Körper Durst und Hunger nicht unterscheiden konnte. Die Auswirkung war, dass ich selten über einen Liter am Tag trank, wenn ich überhaupt einen halben schaffte, dafür aber irgendwelche Lebensmittel verputzte. Nachdem ich die ersten Tage mich gezwungen hatte mindestens 2 Liter Wasser am Tag zu trinken nahm ich bereits 2 oder 3 Kilo ab, ohne Sport, ohne weniger zu essen. Dann fing ich an weniger zu essen und nahm somit in ca. 3 Wochen 5/6 Kilo ab.

Nach diesem Erfolg kam mein Gewicht ins Stocken, dazu kam, dass ich nicht mehr so sehr auf meine Ernährung und mein Trinkverhalten achten konnte, da das Abi mich voll und ganz in Anspruch nahm. Ende April/Anfang Mai hatte ich dann doch meine ersten 10 kg abgenommen, auch wenn ich teils selber wenig merkte, zum anderen ging es immer langsamer und ich war wieder ziemlich demotiviert. Daher habe ich dann vor den mündlichen Abiprüfungen wieder bewusst ausgesetzt um mich nicht unnötig zu ärgern. Mein Abi habe ich geschafft und ich bin wieder voll motiviert abzunehmen. Ich will bis Ende dieses Sommers unter 115 kg kommen und ich werde es auch schaffen.

Nun bleibt noch die Frage offen, warum dieser Blog. Ich habe auch einen anderen, allerdings war auf diesem mein Gewicht nie das Hauptthema und wie bei wahrscheinlich allen adipösen Menschen fällt es mir schwer öffentlich über meine Probleme und meinen Kampf zu reden, ich flüchte mich lieber in die Anonymität, aber ich will trotzdem nicht darauf verzichten, denn ich sehe diesen Blog auch als Motivation an und vllt hilft es mir, wenn ich meine Probleme aufschreiben kann und vielleicht gibt dieser Blog auch anderen Übergewichtigen den Mut sich aktiv mit ihren Problemen zu beschäftigen und nicht mehr das Gewicht totzuschweigen, wie es in unserer heutigen Gesellschaft der Fall ist. Dünn ist toll, Fette sind faul und haben einen schlechten Charakter. Natürlich...

Ich wiege zu diesem Zeitpunkt 120,7 kg, ich bin eigentlich recht zufrieden mit meinem Leben, ich bin niemand, dem es liegt sich wegen seines Aussehens in einer Ecke zu verkriechen, sorry, dazu vergesse ich viel zu häufig, dass ich anders bin. Ich werde Abnehmen, denn ich sehe nicht ein krank zu sein, oder so behandelt zu werden.

Wer nicht damit zurechtkommt, dass ich als fette Person mich nicht herumschubbsen lasse, dass ich kämpfen werde, oder wenn jemand allgemein etwas gegen übergewichtige Menschen hat und sich nicht die Mühe geben will hinter die Fassade zu blicken, dem will ich hiermit ans Herz legen diesen Blog zu verlassen, ich kann gut ohne euch leben, schreiben, kämpfen. Aber passt bloß auf, dass ihr nie ein Gramm zu viel auf den Hüften habt.

 

9.2.2009

Lang ist dieser Eintrag von mir her, es kommt mir wie ein anderes Leben vor, ich bin nun Studentin, bin ausgezogen, kömpfe weiterhin mit meinen Kilos, doch habe ich es nicht geschafft, was ich mir damals vorgenommen habe. Ich habe wieser extreme Probleme mit dem trinken und gleichzeitig wird mein Essverhalten Unregelmäßig, was durch psychischen Stress dank meiner Vermieterin ausgelöst wird. Ich bin vielleicht nicht mehr diese extrem starke Person, die den oberen Teil geschrieben hat, aber ich weiß, dass irgendwo in mir diese Person existiert und sobald ich mein Leben wieder im Griff habe, auch wieder zum Vorschein kommen wird, solange versuche ich das, was ich habe, zu sichern und nicht noch tiefer abzurutschen.

Was bringt es mir dünn zu sein, wenn ich das Essen nicht mehr lieben kann? Nichts! Inzwischen hänge ihc zwischen 110 und 113 Kilo, mein Körper will nicht mehr als die inzwishcen geschafften 20 Kilo abgeben, ich kann ihn verstehen, es ist schwer sich zu trennen. Positiv ist, dass ich inzwischen selber merke, dass ich abgenommen habe, mein Körper verändert sich, ich muss aufpassen, dass es in einem guten Tempo geht, da ich sonst Probleme bekomme mich an diese Veränderugnen zu gewöhnen.

Bald werde ich auch die 100 geknackt haben und dann kann mich keiner mehr aufhalten! Tschaka...





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